Fördermittel für Vereine: Welche Fördergelder es gibt und wie ihr sie beantragt

Eine Person hält einige Geldscheine in den Händen in Richtung Kamera

Projektbezogene Anteilsfinanzierungen, Vereinsförderrichtlinien und was das alles zu bedeuten hat

Wenn es auf eurer Mitgliederversammlung um das Thema Fördermittel für Vereine geht, schließen sich bei einigen von euch schon langsam die Augen, die Atmung wird langsamer und ein Gefühl von Müdigkeit breitet sich aus? Wir finden: Das ist vollkommen verständlich. Wir denken aber auch: Es lohnt sich ganz enorm, sich als Verein mit Fördertöpfen auseinanderzusetzen. Denn es gibt viele Möglichkeiten, finanzielle Fördermittel für euren Verein abzustauben, wenn ihr euch ein wenig in die bürokratischen Hintergründe einarbeitet.

Damit ihr euch nicht irgendwo zwischen Vereinsförderrichtlinien und Gemeinnützigkeit verliert, haben wir hier den passenden Überblick: Welche Fördermittel für Vereine gibt es? Wie schreibt man einen Förderantrag? Und was gibt es dabei zu beachten? Augen auf und durch, hier kommt unser Crashkurs! 🚀

Warum sind Fördermittel für Vereine so wichtig?

Wer gute Vereinsarbeit leisten will, muss auch Geld in die Hand nehmen – Veranstaltungen, Werbung oder Mietkosten müssen immerhin irgendwie bezahlt werden. 

Zum Glück gibt es dafür Fördertöpfe von den verschiedensten Institutionen, von eurer lokalen Gemeinde bis hin zur EU. 

Dabei ist es wichtig, eine Sache zu verstehen: Fördermittel für Vereine sind keine Selbstverständlichkeit. Immerhin ist jeder Verein dazu verpflichtet, sich selbst bestmöglich aus den eigenen Einnahmen zu finanzieren. Das geht normalerweise mit Mitgliedsbeiträgen, Gebühren oder Eintrittsgeldern bei Veranstaltungen. Manchmal stehen aber einfach größere Projekte an, für die auch die besten Kassenwart:innen nicht einfach so Rücklagen bilden können. 

Genau an dieser Stelle kommen die ominösen Fördermittel für Vereine ins Spiel. Euch erwartet in dem Fall kein unbegrenzter Geldregen, aber eben solide Zuschüsse für ein konkretes Projekt, Vorhaben oder Ziel.

Für den Hinterkopf: Bei der Beantragung von Fördermitteln für Vereine müsst ihr meist mit längeren Wartezeiten rechnen. Wenn ihr kurzfristig Geld benötigt, zum Beispiel für eine Veranstaltung, könnte die Suche nach einem klassischen Sponsor oder eine Crowdfunding-Kampagne sinnvoll sein.

Welche Formen von Fördermitteln für Vereine gibt es überhaupt?

Was bei guter Musik gilt, gilt auch bei Fördermitteln für Vereine: Es gibt quasi verschiedene Genres. Und damit ihr die Fördergelder für euren Verein richtig beantragen könnt, ist es essentiell, hier die wichtigsten Unterschiede zu kennen. Zunächst wären zwei wichtige Kategorien zu nennen:

  • dauerhafte Fördermittel für Vereine
  • projektbezogene Fördermittel für Vereine

“Projektbezogene” Fördermittel für Vereine müssen fest an ein – Überraschung – Projekt geknüpft sein. Das kann die Renovierung eures Vereinsheims sein oder die Organisation und Durchführung einer Veranstaltung. Wenn ihr das Projekt dann über die Bühne gebracht habt, erhaltet ihr keine Fördermittel mehr, die Förderung ist also zeitlich begrenzt.

“Dauerhafte” Fördermittel könnt ihr beantragen, um den Vereinsbetrieb aufrecht zu erhalten, zum Beispiel für Personal- oder Mietkosten. Auch dabei gilt: Solche Posten sollte euer Verein eigentlich selbst tragen können. Es handelt sich also eher um eine Absicherung für den Notfall, wenn die Zahlungsfähigkeit eures Vereins nicht anders gesichert werden kann.

Dann kommt es natürlich auf die Höhe der Fördermittel für euren Verein an – und die ist im Vorfeld gar nicht so einfach zu bestimmen. Auf jeden Fall sind Fördermittel nicht dazu gedacht, ein Projekt komplett zu finanzieren, es geht eher darum, dass ihr eine Eigenbeteiligung leistet und on top einen Zuschuss erhaltet. Wie hoch dieser dann genau ist, hängt auch von der Art der Förderung ab:

  • Eine Fehlbedarfsfinanzierung ist quasi die gängigste Form der Projektfinanzierung. Wenn euch beispielsweise ein bestimmter Betrag fehlt, um laufende Kosten zu finanzieren, erhaltet ihr genau diesen als Förderung. Überschüssige Fördergelder müssen dann wieder zurückgezahlt werden.
  • Anders bei einer Festbetragsfinanzierung: Hier geht es um einen festen Betrag, der im Nachhinein nicht mehr angepasst werden kann. Das ist besonders nützlich, wenn ihr mit eurem Verein Fördermittel für die Deckung von Personal-, Sach- oder Betriebskosten benötigt – also bei laufenden und vorhersehbaren Kosten, die ihr nicht ausschließlich mit Eigenbeteiligung begleichen könnt.
  • Dann wäre da noch die Anteilsfinanzierung. Wie der Name schon sagt, geht es hier um einen festen Anteil, also einen bestimmten Prozentsatz der Kosten für ein Projekt. Ihr erhaltet also zum Beispiel Fördermittel in Höhe von 20%. Die Höhe der eigentlichen Fördermittel für euren Verein wird damit durch die letztendlichen Kosten bestimmt.

Gibt es spezielle Fördertöpfe für Vereine, die von der Corona-Pandemie betroffen sind?

Es liegt auf der Hand, dass viele Vereine besonders schwer von der COVID-19-Pandemie betroffen sind. Immerhin mussten schon lange geplante Veranstaltungen abgesagt werden, Sportvereine mussten auf Training und Wettkämpfe verzichten und viele Vereinsgaststätten mussten zeitweise schließen. Das ist schade für das Vereinsleben, aber in vielen Fällen auch für die Vereinsfinanzen. 

Zum Glück gibt es sowohl auf der Bundes- als auch der Landesebene spezielle Fördermittel für Vereine, die durch Corona stark betroffen sind. Außerdem könnt ihr auch von Steuererleichterungen profitieren. Mehr Informationen dazu findet ihr zum Beispiel auf der Website von Deutsches Ehrenamt e.V.

Kann jeder Verein von Fördermitteln profitieren?

Jein: Die meisten Fördertöpfe könnt ihr dann in Anspruch nehmen, wenn euer Verein gemeinnützig ist. Dafür ist es ganz egal, ob ihr ein Fußballverein seid, ein Briefmarkenclub oder gemeinsam Dackel züchtet. Wichtig sind die Vereinsförderrichtlinien eurer Kommune – darin ist genau definiert, welche Fördermittel euer Verein annehmen darf und welche nicht.

Aufgepasst: Die genauen Vereinsförderrichtlinien sind von Ort zu Ort verschieden. Ihr solltet euch im Vorfeld also unbedingt bei eurer Stadtverwaltung (oder Gemeindeverwaltung) informieren. Dort wird man sich ohnehin gut mit klassischen Fördermitteln für Vereine auskennen und euch gerne helfen.

Wo kann man Fördermittel für Vereine beantragen?

Es ist quasi gleichzeitig eine gute und eine schlechte Nachricht: Es gibt jede Menge Förderprogramme und Zuschüsse von den unterschiedlichsten Institutionen und Einrichtungen sowohl auf lokaler als auch auf bundesweiter oder EU-Ebene. Heißt: Es ist ziemlich schwierig, einen Überblick zu bekommen und die passenden Förderprogramme für euren Verein zu finden. Heißt aber auch: Wenn es mit einer Förderung nicht klappt, klappt es vielleicht bei der nächsten. 🙂

Eine gute erste Anlaufstelle ist eure Gemeinde, eure Stadt oder euer Landkreis. Dort kann man euch insbesondere lokale Geldgeber und Förderer empfehlen. Diese sind natürlich auch daran interessiert, die eigene Region zu stärken, weshalb ihr dort als lokaler Verein gute Karten haben solltet. Die Suche nach lokalen Fördermitteln für euren Verein sollte also immer der erste Schritt sein. 

Außerdem gibt es noch Fördermittel auf Bundesebene und von EU-Institutionen. Einziges Problem bei solchen Angeboten ist: Ihr müsst durchaus Geduld mitbringen, wenn ihr solche Fördermittel für Vereine nutzen wollt, denn auch hier mahlen die bürokratischen Mühlen gerne mal etwas langsam. Gerade bei EU-Förderprogrammen ist es dafür aber auch möglich, recht hohe Summen abzurufen, wenn ihr den Nutzen eures Projekts gut belegen könnt.

Wenn ihr Fördermittel für euren Verein beantragen wollt, könnt ihr euch außerdem immer an euren Dachverband wenden. Als Sportverein könnte zum Beispiel der Landessportbund helfen, auch andere Vereine sollten entsprechende Dachorganisationen haben. 

Ihr seht: Hier ist gute Recherche gefragt. Für den Start gibt’s mehr Infos über die verschiedenen Förderprogramme für Vereine in der Förderdatenbank von Bund, Ländern und EU.

Okay, wir wollen einen Förderantrag für unseren Verein einreichen. Worauf müssen wir achten?

Die allerwenigsten von euch werden große Fans von Bewerbungsprozessen sein. Das können wir durchaus nachvollziehen. 😉 Trotzdem kann es helfen, die Suche nach Fördermitteln für euren Verein so anzugehen wie die Bewerbung auf eine Wohnung oder einen neuen Job. Das geht zum Beispiel mit den folgenden Tipps:

  • Am Anfang steht eine ausführliche Recherche. Informiert euch in allen Richtungen über die Möglichkeiten, die für euren Verein bestehen. Ihr solltet auch unbedingt in Erfahrung bringen, ob es in eurer Gemeinde oder Stadt besondere Förderrichtlinien gibt, die beachtet werden müssen.
  • Jeder Antrag sollte individuell so angepasst werden, dass euer Adressat auch richtig abgeholt wird. Immerhin würdet ihr euch auch nicht bei mehreren Jobs mit den genau gleichen Unterlagen bewerben. Achtet auf die jeweiligen Besonderheiten, auf die Sprache und bildet euer Vorhaben entsprechend ab.
  • Auch formale Richtlinien müsst ihr beachten. Schaut euch genau das Regelwerk für das Förderprogramm eurer Wahl an. Oft müssen beispielsweise bestimmte Dokumente unbedingt eingereicht werden. Es wäre schließlich schade, wenn euer Antrag nur wegen eines Formfehlers abgelehnt wird.
  • Es kann helfen, die jeweiligen Ansprechpartner:innen persönlich kennen zu lernen. Wenn es die Situation erlaubt, könnt ihr einfach einen Termin ausmachen und eure Wünsche und Ideen direkt durchsprechen.
  • Meist gibt es Antragsformulare für Fördermittel, die ihr standardisiert ausfüllen könnt. Wenn das nicht der Fall ist, könnt ihr eine Bewerbungsmappe erstellen, in der ihr euren Verein und euer Vorhaben ausführlich (und sympathisch!) darstellt. Auch das ist ein wenig Arbeit, aber es kann sich lohnen.
  • Falls euch diese ganze Selbstdarstellung unangenehm ist: Bedenkt einfach, dass ihr euch damit für euren Verein engagiert und alle Mitglieder davon profitieren werden. 🌈

Macht euch bekannter – mit einem eigenen Stickeralbum!

Euch fehlt das Geld und die Expertise für eine richtige PR-Kampagne? Ihr wollt nicht lange auf Fördermittel für euren Verein warten, sondern direkt loslegen?

Wie wäre es dann mit einem eigenen Stickeralbum? Ihr habt damit quasi keinen Aufwand, könnt aber einiges erreichen: Zuerst helfen wir euch dabei, für jedes eurer Mitglieder ein eigenes Sticker-Motiv zu designen. Die fertigen Sticker werden dann in einem lokalen Supermarkt verkauft, sodass eure ganze Stadt oder Gemeinde lossammeln kann. Nach dem Sammelfieber kommt das Tauschfieber, danach das Klebefieber und – zack – schon hat jede:r ein fertiges Album im Regal, mit den Gesichtern aus eurem Verein. Was ihr dafür tun müsst? Einfach hier klicken:

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