Was du über Personalentwicklungsmaßnahmen wissen solltest

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Entwickle dein Personal und dein Team bedankt sich mit Höchstleistung

Lass uns über dein Personal sprechen. Oder besser gesagt darüber, was du für die Entwicklung des Personals tust. Schließlich kann sich die Arbeit in deinem Unternehmen nur dann weiterentwickeln, wenn sich auch das Personal kontinuierlich weiterentwickelt.

An dieser Stelle kommen die verschiedenen Personalentwicklungsmaßnahmen ins Spiel, die sich über die Jahre in der Praxis heraus kristallisiert haben. Was es genau damit auf sich hat, was die Vor- und Nachteile davon sind und einen Überblick der verschiedenen Personalentwicklungsmaßnahmen bekommst du in diesem Artikel.

Was sind Personalentwicklungsmaßnahmen?

Bei Personalentwicklungsmaßnahmen handelt es sich um Instrumente, die die Entwicklung des Personals im Unternehmen fördern sollen. Mitarbeiter:innen sollen durch die ständige Personalentwicklung einen konstant hohen Beitrag zum Unternehmenserfolg leisten können.

Durch die Maßnahmen zur Personalentwicklung steigt die Bindung der Mitarbeiter:innen zum Unternehmen, das Betriebsklima verbessert sich und die Mitarbeiterfluktuation sinkt messbar. Eine Win-Win Situation für beide Seiten sozusagen.

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Nachteile und Vorteile von Personalentwicklungsmaßnahmen

Fangen wir gleich mit den Nachteilen der Maßnahmen für Personalentwicklung an. Entgegen der weitläufigen Meinung bringt die Entwicklung der Mitarbeiter:innen nämlich nicht ausschließlich Vorteile mit sich.

Vor allem zwei Nachteile springen hier sofort ins Auge:

  1. Aufwand im Management
    Die verschiedenen Personalentwicklungsmaßnahmen etablieren sich (leider) nicht von selbst im Unternehmen. Es bedarf immer einer durchdachten Planung, meist von mehreren Verantwortlichen im HR-Bereich, damit das Personal gut gefördert und gefordert wird. Wenn es anschließend an die Erfolgsmessung der verschiedenen Maßnahmen geht, kommt nochmal mehr Aufwand im Management hinzu. 
  2. Kosten
    Die Kosten knüpfen direkt am vorherigen Punkt an. Arbeitszeit kostet Geld und so ist es nicht verwunderlich, dass du auch für die Arbeitszeit der Personalentwicklung in die Tasche greifen musst. Hinzu kommen noch Kosten für Weiterbildungen (z.B. bei Seminaren) oder Reisekosten zu jenen Veranstaltungsorten, wenn die Personalentwicklungsmaßnahmen extern stattfinden.

Klar könnte man jetzt behaupten, dass Maßnahmen zur Mitarbeiterentwicklung mehr eine Investition in die Zukunft sind statt nur einer Ausgabe

Das stimmt natürlich zu einem gewissen Teil. Aber wenn es bei der Weiterbildung ausschließlich um das Anreichern von mehr theoretischem Wissen geht, dann kann sie oft nach hinten losgehen. 

Schließlich sind theoretisches Wissen und praktische Erfahrung - die erst durch das Anwenden vom Gelernten kommt - zwei verschiedene Dinge. 

Zielen Personalentwicklungsmaßnahmen hingegen auf Letzteres ab, dem Verbessern von Fähigkeiten in der Praxis, können sie die Produktivität langfristig steigern. In dem Fall sind sie ohne Zweifel als Investition zu betrachten.

Damit kommen wir direkt zu den Vorteilen von Personalentwicklungsmaßnahmen. Glücklicherweise gibt es mehrere Punkte, die für die Personalentwicklung sprechen (sonst müssten wir den Artikel hier beenden).

  • Mehr Effizienz im Unternehmen
    Weit entwickeltes Personal verrichtet bessere Arbeit. Das steigert die Produktivität im Unternehmen und führt damit einhergehend im Idealfall zu höheren Umsätzen.
  • Glücklichere Angestellte
    Würdest du lieber in einem Unternehmen arbeiten, das deine Entwicklung fördert oder in einem, das dich vernachlässigt? Die Antwort darauf ist wohl klar. Kein Wunder also, dass die Mitarbeiterfluktuation in Firmen sinkt, die in ihr Personal investieren. So genommen sinken dadurch wiederum die Kosten, die für öftere Neubesetzungen anfallen würden.
  • Bessere Rollenverteilung
    Durch die diversen Maßnahmen zur Personalentwicklung fällt schnell auf, ob und wann bestimmte Mitarbeiter:innen fehl am Platz sind. Soll heißen, dass diese Personen sich in einer anderen Rolle wohler fühlen und mehr Leistung erbringen sollten. Und wie wir wissen, läuft die tägliche Arbeit reibungsloser ab, wenn jeder die richtigen Tätigkeiten ausführt.

Unterm Strich sorgt Personalentwicklung dafür, dass dein Unternehmen nachhaltig wettbewerbsfähig bleibt. 

Unterscheidung interne und externe Personalentwicklungsmaßnahmen

Grob kann zwischen internen und externen Personalentwicklungsmaßnahmen unterschieden werden. 

Bei internen Maßnahmen wird die Personalentwicklung im Unternehmen vollzogen, während die externen Maßnahmen außerhalb des Betriebes erfolgen.

Wenn erfahrene ältere Mitarbeiter:innen im Onboarding Prozess den Neuankömmlingen die Arbeit erklären und sie in den ersten Wochen begleiten, würde man von einer internen Personalentwicklungsmaßnahme sprechen.

Schickst du dein Team in die nächste Stadt zu einem speziellen Seminar zur Fortbildung wäre das eine klassische externe Maßnahme zur Entwicklung des Personals.

seminar als personalentwicklungsmaßnahme

Im Allgemeinen bieten innerbetriebliche Personalentwicklungsmaßnahmen mehr Vorteile was die Kosten betrifft. So kannst du im Grunde auch einen Trainer in den Betrieb kommen lassen und das Seminar bei dir vor Ort veranstalten. 

Dann fallen zwar Anfahrtskosten für den Trainer an, aber du ersparst dir dieselben Anfahrtskosten über das gesamte Team gerechnet - sofern du mehrere Mitarbeiter:innen zum Seminar schicken würdest.

5 Instrumente von Personalentwicklungsmaßnahmen 

Grundsätzlich wird zwischen 5 verschiedenen Arten von Personalentwicklungsmaßnahmen unterschieden. Je nachdem wo und wie die Entwicklung stattfindet.

Instrumente für Personalentwicklungsmaßnahmen

Into the Job

Wenn die Entwicklungsmaßnahme also in den Arbeitsplatz hinein stattfindet, spricht man von into the job. Ein gut durchdachter Onboarding Prozess des neuen Personals ist ein wichtiger Grundpfeiler in diesem Bereich für die weitere Entwicklung.

Häufig werden into the job Personalentwicklungsmaßnahmen genutzt, um Nachwuchskräfte und -talente zu finden und zu fördern. Man spricht in diesem Kontext daher gerne von “berufsvorbereitender Personalentwicklung”.

Typische Programme sind:

  • Praktikumsstellen
  • Stellen für Werkstudenten
  • Trainee-Programme
  • Duale Studiengänge
  • Interne Ausbildungen im Betrieb

Es zählt quasi alles zu into the job Personalentwicklungsmaßnahmen wo neue Mitarbeiter:innen auf ihre zukünftige Rolle vorbereitet werden. Entscheidend für den Erfolg ist hier wieder die praktische Orientierung - was an den Programmen aus der Liste eindeutig zu sehen ist. 

Als Beispiel:
Angenommen, wir haben zwei verschiedene Studenten. Nennen wir sie Alex und Bella. 

Während Alex Vollzeit-Student ist und nebenbei keine Zeit zum Arbeiten findet, hat sich Bella für ein duales Studium entschieden, bei dem sehr stark auf praktischer Erfahrung in echten Unternehmen gesetzt wird.

Beide bekommen ihren Abschluss. Aber was denkst du, wer von den beiden im Nachhinein mehr von dem vorweisen kann, wonach Arbeitgeber suchen?

Ich würde auf Bella wetten, zumal sie sich anschließend für jene Stelle in genau dem Unternehmen bewerben kann, in dem sie während der Studienzeit schon gearbeitet hat.

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On the Job

Entwicklungsmaßnahmen on the job werden oft als Synonym für Weiterbildung am Arbeitsplatz genutzt.

Im Gegensatz zum vorherigen Instrument (into the job) richtet sich diese Personalentwicklungsmaßnahme an jene Mitarbeiter:innen, die tatsächlich schon einen fixen Arbeitsplatz im Unternehmen haben.

On the job Maßnahmen sollen mit anderen Worten dabei helfen, den Arbeitsalltag nach dem Onboarding Prozess besser zu meistern. 

Gerne fallen im Kontext dieses Instruments folgende Buzzwords:

Job Enrichment
Dabei soll die Qualität der Aufgaben erhöht werden. Aber was genau soll das heißen?
Ein Beispiel für Job Enrichment wäre, wenn man Führungskräften nach und nach mehr Verantwortung und wichtigere Entscheidungen überlässt. Dies bestärkt das Gefühl von Wirksamkeit und fördert die Entwicklung des Personals enorm.

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Job Enlargement
Beim Job Enlargement werden dem Individuum mehr Aufgaben gegeben - es geht somit rein um Quantität. Aber Achtung, das sollte möglichst mit Enrichment einhergehen, denn niemand bekommt gerne nur einen Berg von stumpfer Arbeit mehr aufgehalst.

Job Rotation
Die Job Rotation ist nicht nur einer der besten Personalentwicklungsmaßnahmen überhaupt, sie hilft gleichzeitig dabei das Silodenken im Unternehmen zu überwinden.
Bei der Job Rotation sollen Mitarbeiter:innen aus verschiedenen Abteilungen für begrenzte Zeit die Rollen tauschen und die Arbeit der Kolleg:innen verrichten. Der größte Vorteil, im Kontakt der Personalentwicklung, ist aber, dass die Leute gleich mit neuen Herausforderungen in realen Situationen konfrontiert sind.
Es wird hier nichts theoretisch durchgenommen oder künstlich simuliert. Das Personal kann echte praktische Erfahrung sammeln und nur darauf kommt es bei der Entwicklung an.

On the job Maßnahmen machen die Weiterbildung am Arbeitsplatz im besten Fall zum Erlebnis für die Teilnehmenden.

Along the Job

Die berufsbegleitenden along the job Maßnahmen für die Personalentwicklung sind gewissermaßen eine Kombination aus den beiden zuvor genannten Punkten. 

Hier soll es darum gehen, das bestehende Personal auf andere bzw. höhere Positionen im Unternehmen optimal vorzubereiten. Es ist ein typisches Instrument für die interne Personalentwicklung. 

Versuchen wir die along the job Maßnahme anhand eines praktischen Beispiels zu erklären:

Angenommen, du bist über eine Stelle für Werkstudenten an deinen Arbeitsplatz im Unternehmen gekommen. Du lieferst immer großartige Arbeit ab oder gibst zumindest dein Bestes in allem was du tust.

Du hast die ersehnte Festanstellung bekommen und dich gut eingefunden. Aber jetzt strebt dein Herz nach mehr. Du bist auf den Geschmack gekommen und möchtest auf der Karriereleiter noch weiter nach oben.

Zum Glück fördert dein Arbeitgeber diese Entwicklung und bietet dem Personal along the job Maßnahmen in Form von Mentoring-Programmen, Inhouse Coachings und strategischer Karriereplanung. 

All die verschiedenen Aktionen sorgen dafür, dass du deinen Job ganz normal ausüben kannst und gleichzeitig optimal auf neue Herausforderungen vorbereitet wirst.

Near the Job

Wie der Name erahnen lässt, handelt es sich beim near the job Instrument der Personalentwicklung um eine Maßnahme, die nicht direkt am Arbeitsplatz umgesetzt wird.

Seminare und Workshops sind typische Beispiele für near the job Personalentwicklungsmaßnahmen, weil sie sich optimal in die Arbeitszeit eingliedern lassen und man trotzdem “mal rauskommt”.

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Aber auch Lernpartnerschaften oder gemeinsame Projekte mit “fremden” bzw. höher gestellten Kollegen lassen sich in diese Kategorie einordnen. Wobei hier die Grenzen zu along the job oder on the job Maßnahmen fließend verlaufen und man sich nicht zu sehr auf eine starre Unterscheidung versteifen sollte.

Vor allem praxisorientierte Projekte bringen wieder den immensen Vorteil mit sich, dass die Fortbildung nicht nur auf reiner Theorie basiert.

Off the Job

Seminare oder Workshops passen übrigens auch gut in die letzte Kategorie, den off the job Personalentwicklungsmaßnahmen. Gemeint sind damit in den allermeisten Fällen externe Schulungen, die weit vom Arbeitsplatz entfernt sind und wofür eine längere Anreise notwendig ist.

Klarerweise müssen die jeweiligen Seminare über einen längeren Zeitraum, also eine Woche statt nur einem Tag, gehen damit sich der Weg und die Zeit für die Anreise überhaupt lohnt. Außerdem sollte es sich um wirklich spezielle Fortbildungen handeln, bei denen die günstigere Inhouse-Variante ausgeschlossen ist.

Neben der trockenen Weiterbildung können zudem verschiedene Teamevents oder andere Teambuilding Ideen sehr gut für die Personalentwicklung off the job eingesetzt werden. Bei derartigen Anlässen wachsen die Mitarbeiter:innen immer ein wenig enger zusammen, sodass die Produktivität indirekt verbessert wird - und der Spaß darf selbstverständlich auch nicht vernachlässigt werden.

Wichtig: Zwänge deinen Mitarbeiter:innen diese externen Personalentwicklungsmaßnahmen nicht auf!

Es ist immer erfolgreicher, wenn off the job Aktionen, wofür oft die Komfortzone verlassen werden muss, aus eigenem Antrieb heraus passieren. Dann wird es von den jeweiligen Mitarbeiter:innen mehr als Belohnung und nicht als Strafe wahrgenommen.

Fazit

“Unsere Mitarbeiter sind unser wertvollstes Gut!”, hört man oft Verantwortliche aus der Chefetage sagen. In den Maßnahmen zur Personalentwicklung zeigt sich dann, wie ernst dieser Spruch in der Realität genommen wird.

Personalentwicklung besteht nicht ausschließlich aus Vorteilen - selbst, wenn viele HR Leute das gerne glauben würden - aber richtig umgesetzt können sie eine wertvolle Investition in die Zukunft sein.

Die 5 Instrumente der Personalentwicklung eigenen sich für unterschiedliche Phasen und Menschen. Je nachdem, ob es sich um Berufseinsteiger oder um High Performer auf der Karriereleiter handelt.

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