Mitarbeiterfluktuation verstehen und dauerhaft senken

Kündigung Mitarbeiter Fluktuation

Das Wort Fluktuation im Zusammenhang mit der Arbeitswelt löst bei Geschäftsführer:innen und Personaler:innen eher negative als positive Gedanken aus. Doch was genau verbirgt sich hinter dem Wort Mitarbeiterfluktuation? Welche Auswirkung hat sie in Bezug auf Unternehmen und wie halte ich die Quote möglichst gering?

Was bedeutet Mitarbeiterfluktuation?

Dem Personal als wichtigste Ressource eines Unternehmens sollte immer eine besondere Bedeutung zukommen. Als Mitarbeiterfluktuation (auch Personalfluktuation) bezeichnet man die Abgänge von Angestellten innerhalb eines Unternehmens oder einer Organisation. Folge dieser Abgänge ist ein langer Prozess, der sowohl Kündigung, Recruiting als auch Einstellung von neuem Personal beinhaltet. Der Begriff als solches fasst alle Auflösungen von Arbeitsverträgen zusammen, meint allerdings für gewöhnlich nur arbeitnehmerseitige Kündigungen.

Mitarbeiterfluktuation berechnen

Die Fluktuationsrate lässt sich mit einer generellen Formel berechnen: Anzahl der Mitarbeiterabgänge geteilt durch die durchschnittliche Mitarbeiterzahl multipliziert mal 100. Doch zur Berechnung stehen Ihnen verschiedene Formeln zur Auswahl.

Hier ein kurzes Beispiel: 198 Mitarbeiter haben das Unternehmen XY im Laufe des Jahres 2020 verlassen. Über das Jahr verteilt haben in diesem Jahr durchschnittlich 1050 Menschen gearbeitet. Die Fluktuationsrate beträgt demnach 18,86%.

Fluktuation Mitarbeiter Berechnung

Wann ist die Fluktuationsrate zu hoch?

Hast du die Fluktuationsrate deines Unternehmens berechnet ist sie auf den ersten Blick nicht sehr aussagekräftig. Um sie richtig deuten zu können braucht man natürlich Vergleichswerte, die dir zeigen wo deine Branche und Wettbewerber in Sachen Mitarbeiterfluktuation stehen. Denn es liegt in der Natur der Sache, dass die Fluktuationsrate in einer Zeitarbeitsfirma deutlich höher ist als im öffentlichen Dienst zu Beispiel.

Ein Bericht der Bundesagentur für Arbeit aus dem Jahr 2018 zeigt folgende Branchenaufteilung:

  • Arbeitnehmerüberlassung 126,3 %
  • Land- und Forstwirtschaft, Fischerei 76,3 %
  • Gastgewerbe von 68,9 %
  • Information und Kommunikation mit 67,4 %
  • Metall- und Elektroindustrie 17,0%
  • Bergbau, Energie- und Wasserversorgung 17,4 %
  • Öffentliche Verwaltung und Verteidigung, Sozialwesen 13,4 %

Die wichtigsten Gründe für eine hohe Fluktuation der Mitarbeiter

Wie schon erwähnt bringt eine hohe Fluktuationsrate einen hohen Arbeitsaufwand für ein Unternehmen mit sich. Dennoch gehören unternehmensexterne Stellenwechsel bei sehr vielen Betrieben zum Alltag dazu. Doch was löst die Fluktuation aus?

Schlechtes Betriebsklima

Unmotivierte Mitarbeiter:innen mit wenig Engagement, schon morgens schlecht gelaunte Kolleginnen und Kollegen, kein “Guten Morgen” wenn das Büro zum Start in den Arbeitstag betreten wird. All das sind deutliche Zeichen für nicht unbedingt das beste Betriebsklima. Aber vor allem: ein schlechtes Betriebsklima schadet der Leistungsfähigkeit aller Mitarbeiter:innen und somit auch dem Erfolg des Unternehmens.

Zu wenig interne Kommunikation

Eine der größten Challenges, die es für Unternehmen zu meistern gilt, ist die interne Kommunikation. Interne Kommunikation ist der Prozess, über den die verschiedenen Abteilungen eines Unternehmens Informationen untereinander austauschen. Auf Basis interner Kommunikation können die Mitarbeiter:innen effektiv zusammen auf ein gemeinsames Ziel hinarbeiten und sich aufeinander abstimmen. Hierfür ist eine Plattform, auf der sich Mitarbeiter:innen über die Abteilungsgrenzen hinaus austauschen können unabdingbar.

Unterdurchschnittliche Bezahlung

Viele Arbeitnehmer:innen haben das Gefühl, unterbezahlt zu sein – entweder im Vergleich zu Kolleginnen und Kollegen, die für die gleiche Arbeit eine bessere Bezahlung bekommen, oder im Vergleich zur gesamten Branche. Das Resultat: Unzufriedenheit, Motivationsverlust und Zweifel, ob der aktuelle Job oder Arbeitgeber wirklich zu einem passen.

Berufliche Sackgasse

Unzufriedenheit im Job kann sich auch aufgrund von Perspektivlosigkeit breit machen. Speziell junge und ambitionierte Mitarbeiter:innen wollen Perspektiven und Aufstiegschancen aufgezeigt bekommen. Hierfür ist eine offene Kommunikation von Mitarbeiter:innen und Geschäftsführung unabdingbar. Denn: ein:e Mitarbeiter:innen, dem interessante neue Aufgabenfelder und mehr Verantwortung in Aussicht gestellt wird, ist zwangsläufig motivierter und produktiver.

So kannst du die Mitarbeiterfluktuation nachhaltig senken

Thema verstehen - Gründe erörtern - Lösungen suchen. Um die Mitarbeiterfluktuation nachhaltig zu senken, muss man diese 3 Prozessschritte durchlaufen. Nachfolgend zeigen wir euch 3 Maßnahmen, die ihr ganz einfach im Kampf gegen eine hohe Mitarbeiterfluktuation umsetzen könnt.

Onboarding Prozess gleich zu Beginn verbessern

Im Idealfall haben Unternehmen einen Onboarding Prozess bei dem sich jede:r neue Mitarbeiter:in direkt als Teil des Unternehmen und auf Anhieb wohl fühlt. In der Realität sieht das allerdings häufig anders aus. Es geht beim Onboarding Prozess nicht darum, neue Mitarbeiter:innen schnellstmöglich mit der Arbeit vertraut zu machen. Sie sollen sich viel mehr willkommen fühlen und das Unternehmen sowie die Kollegen kennenlernen. Die Eingliederung in Unternehmensstruktur, -kultur und -prozesse ist entscheidend für die weitere Entwicklung und die Produktivität.

Mit einem Stickeralbum die Kommunikation fördern

Auf der Suche nach einem verbindenden Element für neue Mitarbeiter:innen mit dem bereits bestehenden Team wird man bei einem ganz simplen Idee fündig - STICKERALBEN. Sieht auf dem ersten Blick zu einfach und spielerisch aus um Menschen miteinander zu vernetzen, ist aber beim genaueren hinschauen genau DAS Tool, um Mitarbeiter:innen miteinander bekannt zu machen und die Kommunikation untereinander zu fördern. Durch den Austausch der Sticker hat man nicht nur zu jedem Namen ein Gesicht vor Augen, viel mehr regt das Sammelerlebnis einen Kommunikationsprozess untereinander an und schafft alle bleibende Erinnerungen für die komplette Belegschaft. Das Stickeralbum ist also die All-in-one Lösung für einen gelungenen Onboarding-Prozess: Teamspirit - Icebraker & Identifikation durch das Sammelerlebnis.

Kommunikation fördern!

Stickeralbum Kommunikation Unternehmen

Benefits wie Mitgliedschaft im Gym

Die Zeiten in denen Menschen ein einfacher “Nine-to-Five”-Job ausreicht, um sich wohlzufühlen und sich begeistert in die Arbeit zu stürzen sind vorbei. Um neue Mitarbeiter:innen zu finden, aber vor allem um die aktuellen Mitarbeiter:innen langfristig an das Unternehmen zu binden, braucht es heutzutage attraktive Mitarbeitervorteile, die dem Wohlbefinden und der Unterhaltung der Mitarbeiter zutragen. Beispiele hierfür können Mitarbeiterevents, Kinderbetreuung oder auch flexible Arbeitszeiten sein.

Mit einem:einer Feelgood Manager:in zum besseren Betriebsklima

Feelgood Manager:in? Noch nie gehört? Kein Problem. Von diesem Job haben bislang wohl die wenigsten gehört. Das Tätigkeitsfeld der Feelgood Manager:innnen in einem Unternehmen ist rund umfassend. Runtergebrochen soll der:die Feel Good Manager:in für die “Besten Rahmenbedingungen” sorgen. Möglichen Aufgaben sind interne Kommunikation, Teambuildingmaßnahmen oder eben auch die Planung und Begleitung des Onboarding-Prozesses.

Fazit

Aus Sicht von Personalverantwortlichen und Geschäftsführer:innen ist das Thema Mitarbeiterfluktuation ein zentrales Thema in der Optimierung der Produktivität. Dabei scheint die Formel einer niedrigen Fluktuationsrate recht einfach: Probleme/Bedürfnisse der Mitarbeiter verstehen + Maßnahmen/Lösungsansätze für zufriedene Mitarbeiter = niedrige Fluktuationsrate = produktivere Mitarbeiter:innen. Dass dies nicht mal einfach so umgesetzt ist, beweist die Realität. Hierfür gilt es kreative Wege zu finden um neue und aktuelle Mitarbeiter:innen von sich zu Begeistern. Festhalten lässt sich letztlich, dass man sowohl beim Onboarding-Prozess, als auch bei einem Jahresgespräch des Mitarbeiters / der Mitarbeiterin der:die schon sieben Jahre im Unternehmen ist, die Mitarbeiterfluktuationsrate positiv beeinflussen kann.

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