Wie du das Betriebsklima verbessern kannst

Betriebsklima verbessern in Unternehmen

Die besten Tipps für jedes Unternehmen

Wenn die Stimmung im Keller ist macht die Arbeit und das “zur Arbeit fahren” keinen Spaß. Hält dieser Zustand für einen längeren Zeitraum an, kann das für dein Unternehmen ein echtes Problem bedeuten. Aus diesem Grund haben wir diesen Artikel für dich verfasst, damit du die Thematik im Detail verstehst und natürlich auch, mit welchen konkreten Maßnahmen du eine Verbesserung des Betriebsklimas beschleunigen kannst.

Warum ist ein gutes Betriebsklima wichtig?

Klingt erstmal nach einer rhetorischen Frage. Dabei zahlt es sich aus, sich für einen Moment darüber Gedanken zu machen, weshalb man die Thematik “Betriebsklima verbessern” ernst nehmen sollte.

  • Mehr Spaß bei der Arbeit
  • Höhere Produktivität
  • Weniger Krankenstände
  • Geringere Mitarbeiterfluktuation

…sind ein paar Gründe, die den meisten von uns spontan einfallen, wenn es um die Vorteile einer guten Arbeitsatmosphäre geht. Dabei ist alleine der erste Punkt schon nicht zu unterschätzen.

Wie ein Artikel von Inc.com zu diesem Thema schon richtig formuliert hat, ist gute Laune (nicht nur am Arbeitsplatz) ansteckend. Ein gutes Betriebsklima sorgt in erster Linie dafür, dass sich alle Menschen bei der Arbeit wohlfühlen. Damit wir jedoch über passende Maßnahmen für ein besseres Arbeitsklima nachdenken können, müssen wir zuerst einmal verstehen, welche Faktoren die Atmosphäre der Arbeitsumgebung überhaupt beeinflussen.

Einflussfaktoren für das Betriebsklima

Je nachdem, wen du dazu befragst, wirst du verschiedene Faktoren bekommen, die das Betriebsklima maßgeblich beeinflussen. Immer wieder genannt werden zum Beispiel:

  • Unternehmenskultur - “Culture eats strategy for breakfast”, hat schon Management-Legende Peter Drucker gesagt. Und genauso sieht es im Bezug auf das Betriebsklima aus. Denn es gibt kein hervorragendes Arbeitsklima ohne hervorragende Firmenkultur! Die Organisationskultur zeigt, wie sehr die Mitarbeiter:innen des Unternehmens nach den gleichen zugrundeliegenden Werten agieren. Ziehen alle aus den richtigen Gründen am gleichen Strang, hast du eine positive Kultur. Arbeiten die Leute aneinander vorbei oder sogar aktiv gegeneinander, spricht das gegen die Firmenkultur und damit auch das Betriebsklima.
  • Mitarbeiterkommunikation - Eine reibungslose interne Mitarbeiterkommunikation ist einer der entscheidensten Einflussfaktoren auf das Betriebsklima. Wenn kein Austausch zwischen den Mitarbeiter:innen einer Abteilung oder abteilungsübergreifend stattfindet, wirkt sich das praktisch immer negativ auf das Betriebsklima aus. Darum gehört es zu den Aufgaben einer Führungskraft, selbst in Zeiten von Corona und Home Office, stets darauf zu achten, dass die Angestellten immer bestmöglich miteinander im Austausch stehen.
  • Prozess des Onboardings - Dieser Punkt wird nur selten erwähnt, wenn es um das ideale Betriebsklima geht. Dabei fangen viele “Probleme” schon mit dem Onboarding Prozess an, wenn neue Mitarbeiter:innen nicht ins Unternehmen eingearbeitet werden und somit den Anschluss zur etablierten Firmenkultur verpassen.
  • Zu wenig Komplimente - “Zu wenig Wertschätzung durch den Chef” ist der top Kündigungsgrund für Arbeitnehmer:innen. Empathie ist ohne Frage einer der meist unterschätzten Soft-Skills von Führungskräften in Unternehmen. Für dich als Chef bedeutet das, dass du mehr Einfühlungsvermögen und Komplimente mit zur Arbeit bringen solltest, wenn du das Betriebsklima verbessern und langfristig Kündigungen vermeiden möchtest.
  • Viel Stress - Es ist absolut okay, sein Team zu Höchstleistungen zu motivieren. Über längere Zeiträume unnötig viel Druck ausüben und damit den Stresspegel zu erhöhen ist es jedoch nicht. Gibst du deinen Angestellten nicht die Chance, sich zu erholen und die Akkus aufzuladen, leidet das Arbeitsklima ganz markant darunter!

Betriebsklima verbessern durch Stressreduzierung

Theoretisch könnte man die Liste noch unendlich weiterführen.

Nachdem die Ursachen für ein mieses Betriebsklima besprochen haben widmen wir uns nun den akuten Anzeichen, die als starke Indikatoren für eine negative Arbeitsatmosphäre dienen. Je mehr dieser Indikatoren in deinem Unternehmen zutreffen, desto eher solltest du dem entgegenwirken und das Betriebsklima verbessern - konkrete Tipps dazu erfährst im Anschluss daran.

5 Anzeichen für ein schlechtes Arbeitsklima

1. Hohe Mitarbeiterfluktuation: Neuer Mitarbeiter:innen kommen und gehen im Akkord? Dann hast du ein Problem mit hoher Mitarbeiterfluktuation, was aller Wahrscheinlichkeit nach an einem schlechten Betriebsklima liegt.

2. Silodenken im Unternehmen: Gemeint ist damit, dass Mitarbeiter:innen aus verschiedenen Abteilungen nicht kooperativ arbeiten und nur für die eigene Abteilung arbeiten. Silodenken betrifft besonders größere Unternehmen, in welchen verschiedene Abteilungen meist räumlich voneinander getrennt sind.

3. Miese Stimmung: Das ist wohl das eindeutigste Anzeichen für ein negatives Betriebsklima. Wenn du morgens in die Arbeit kommst und dicke Luft herrscht, die Kolleg:innen streiten oder erst gar nicht miteinander sprechen, hast du als Führungskraft ein ernsthaftes Problem.

4. Sinkende Produktivität: Eine sinkende Produktivität kann ein Anzeichen für ein schlechtes Arbeitsklima sein, muss es aber nicht zwangsläufig. Das muss im Verhältnis zu den anderen Indikatoren betrachtet werden. Jedoch ist es kein Geheimnis, dass unzufriedenes Personal weniger produktiv arbeitet.

5. Mehr Krankenstände: Vielleicht wollen die Mitarbeiter:innen nicht gleich die Notbremse ziehen und direkt kündigen. Dann tut es auch ein Krankenstand, um sich vom schlechten Betriebsklima fernzuhalten.

Checkliste für Betriebsklima

Du könntest diese Punkte wie eine Checkliste für ein schlechtes Arbeitsklima nutzen. Trifft bei dir nur ein oder gar kein Punkt zu, machst du offensichtlich einiges richtig. Hast du hingegen alle Punkte abgehakt, solltest du dringend die folgenden Ideen in die Praxis umsetzen.

6 Ideen und Maßnahmen, um das Betriebsklima zu verbessern

All die Ursachen und Symptome sind schön und gut. Aber wie kannst du jetzt konkret dagegen vorgehen? Ich bin froh, dass du fragst! Wir haben hier 6 verschiedene Maßnahmen - manche mehr ausgefallen als andere - für dich zusammengefasst, mit denen du dein Betriebsklima verbessern kannst.

1. Idee: Ein gemeinsamer Workshop

Klingt erstmal nicht so spannend bzw. schon etwas ausgelutscht. Kann aber wahre Wunder bewirken, um die Arbeitsatmosphäre positiv zu beeinflussen. Wichtig für gemeinsame Workshops zwischen den Mitarbeiter:innen ist, dass offen miteinander über Probleme und Lösungen gesprochen wird (wir erinnern uns, dass Kommunikation einer der wichtigsten Einflussfaktoren für das Betriebsklima ist). Darüber hinaus ist es eine gute Möglichkeit für dich, um Verbesserungsvorschläge für das Arbeitsklima einzuholen und ungenutzte Potentiale zu entdecken. Im Gegensatz zu groß angelegten Firmenveranstaltungen, die das Arbeitsklima verbessern sollen, ist ein Workshop in kleinerer Gesellschaft nicht nur kostengünstiger, sondern oftmals auch effektiver.

2. Idee: Sticker sammeln und tauschen

Ein Stickeralbum von und für deine Mitarbeiter:innen ist ein eher ungewöhnliches Tool, um das Betriebsklima zu verbessern. Zumindest wenn man das erste mal davon hört. Wir bei Stickerstars erleben aber immer wieder, wie der Enthusiasmus der Angestellten in die Höhe schießt, wenn sie sich spielerisch untereinander austauschen.

Betriebsklima verbessern: Stickeralben helfen spielerisch dabei

Sich selbst als Sticker in einem Sammelalbum verewigen zu können ist ein Erlebnis, dass man nicht so schnell wieder vergisst. Als netten Zusatzeffekt bringt es - angetrieben durch die Sammellaune - Kolleg:innen aus verschiedensten Abteilungen zusammen, um die fehlenden Sticker zu tauschen. Aber am besten du überzeugst dich selbst davon, wie ein Stickeralbum dein Betriebsklima verbessern kann!

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3. Idee: Essen mit der Führungsebene

Wenn es zu deiner Firmenkultur passt, kann ein Essen zwischen der Führungsebene und den Angestellten von “unteren hierarchischen Rängen” (von derartigen Formulierungen halten wir eigentlich nichts) sinnvoll sein. Für die Manager ist es eine hervorragende Gelegenheit, die Mitarbeiter:innen aus dem Tagesgeschäft und deren Sorgen besser kennenzulernen, während es der anderen Seite zeigt, dass das Unternehmen (die Führungskräfte) tatsächlich an ihnen interessiert ist.

Beim Unternehmen Big Ass Fans aus Kentucky, USA hat Gründer Carey Smith wöchentlich verschiedene Mitarbeiter:innen zum gemeinsamen Dinner in den besten Restaurants eingeladen. Diese haben es ihm mit einer ungewöhnlich niedrigen Fluktuationsrate gedankt. Ein eindeutiger Gewinn für beide Seiten!

4. Idee: Ein Teamevent veranstalten

Wenn dir ein gemeinsamer Workshop mit dem Team doch zu wenig ist, kann ein kleines Event, outdoor oder indoor, dabei helfen, das Betriebsklima zu verbessern. Hier ist entscheidend, dass alle Mitarbeiter:innen ein Mindestmaß an Begeisterung für die Idee eines Teamevents an den Tag legen. Denn nichts ist schlimmer, als für ein paar Stunden an jene Menschen gebunden zu sein, denen man eigentlich aus dem Weg gehen möchte.

Ein Teamevent kann daher gut in Kombination mit den vorher genannten Maßnahmen zur Besserung des Betriebsklimas funktionieren. Zuerst wird sich ausgesprochen und anschließend kann die Beziehung bei einer aufregenden Veranstaltung weiter vertieft werden.

5. Idee: Interne Coaches fördern

Niemand bekommt gerne gesagt, was er oder sie zu tun hat! Viel sympathischer ist da eine Begleitperson, die dir Richtungen vorgibt und dir bei Fehlern zur Seite steht. Statt dem klassischen Vorgesetzten, der seine Rolle im Micromanagement ein wenig zu ernst nimmt, kann ein interner Coach ein gutes Betriebsklima optimal fördern. Als Coach muss damit nicht extra eine neuer Person eingestellt werden. Es geht vielmehr darum, die internen Ressourcen besser zu nutzen und die Unternehmenskultur (unser Zauberwort) neu auszurichten.

Google hat schon früh erkannt, dass 1 zu 1 Coaching der Mitarbeiter:innen direkt mit großem Erfolg des Unternehmens korreliert. Lass dich gerne von diesem Vorbild inspirieren und führe regelmäßige persönliche Coachings zwischen deinen Mitarbeiter:innen und den Vorgesetzten ein.

6. Idee: Stärken richtig ausspielen lassen

Das ist vermutlich die wichtigste Idee aus dieser Liste. Die Mitarbeiter:innen ihre jeweiligen Stärken ideal ausspielen zu lassen kann nicht nur das Betriebsklima verbessern, sondern auch die Produktivität deutlich steigern. Im Klartext bedeutet das, dass du für einen gewissen Zeitraum genau beobachten musst, wie sich die Angestellten in ihren jeweiligen Rollen verhalten und ob sie glücklich darin sind oder nicht. Mit “Stärken” ist in diesem Kontext nicht gemeint, dass eine Person eine bestimmte Aufgabe besonders gut erledigen kann, sondern, dass die Tätigkeit der Person Freude bereitet und ihr Kraft verleiht. Es kann durchaus sein, dass dies einige Umstrukturierungen in der Personalstruktur mit sich zieht. Aber der Preis dafür ist ein Team voller motivierter Menschen, die alle genau jene Tätigkeiten erledigen, die perfekt zu ihnen passen.

Das gilt selbstverständlich auch für dich selbst! Wenn du dich täglich mit Aufgaben herum schlägst, die du lieber abgeben würdest, dann solltest du das vermutlich tun. Es gibt immer eine andere Person, die diese Aufgaben mit Leidenschaft erledigen würde.

“Was man gerne macht, macht man gut”, besagt eine bekannte Weisheit. Scheinbar wird das gerne vergessen, wenn es um die tägliche Arbeit geht. Dabei gibt es kaum einen besseren Weg, um das Arbeitsklima von Grund auf positiv zu beeinflussen.

Fazit: Nichts ist in Stein gemeißelt

Wenn dein Betriebsklima momentan eher schlecht als recht ist, dann ist das kein Grund zur Panik. Du kannst an verschiedenen Stellschrauben drehen, um die Atmosphäre wieder zu verbessern. Mit den Infos aus diesem Artikel sollte es dir jedenfalls leichter fallen, die zugrundeliegenden Ursachen zu verstehen und mit geeigneten Maßnahmen dagegen vorzugehen. Besonders das Stickeralbum kommt immer gut an (da sind wir ein wenig voreingenommen), wenn ein Unternehmen die Kommunikation zwischen den Mitarbeitern und damit das Betriebsklima verbessern will.

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