5 Tipps für erfolgreiche Mitarbeitergespräche

erfolgreiches Mitarbeitergespräch

Mitarbeitergespräche können oft eine Herausforderung sein. Gerade wenn es sich um ein ernsteres Thema handelt, machen sich auch die Mitarbeitenden im Vorhinein Gedanken. Dabei ist ein regelmäßiger Austausch zwischen Führungskräften und Angestellten enorm wichtig für ein gutes Arbeitsklima. Hier kommen deshalb 5 Tipps, wie du dein nächstes Mitarbeitergespräch meisterst.

Wieso sind Mitarbeitergespräche wichtig?

Ein regelmäßiger Austausch mit den Mitarbeiter:innen ist aus verschiedenen Gründen wichtig. Zu allererst baut es zwischen dir und deinem Team Vertrauen auf. Mitarbeiter:innen kommen viel eher mit Anliegen auf dich zu, wenn sie vorher wissen, dass du ein offenes Ohr für sie hast. Somit können auch gleich zukünftige Probleme vermieden werden, da ihr gemeinsam eine Lösung finden könnt. Gleichzeitig bekommst du auch einen Einblick in die Stimmung deiner Mitarbeitenden und kannst Dynamiken unter ihnen besser verstehen. So kannst du gezielt herausfinden, was deinen Angestellten wichtig ist und wiederum das Arbeitsklima steigern.

5 Tipps für ein gutes Mitarbeiter:innengespräch

#1 Gute Vorbereitung

Eine gute Vorbereitung ist der Schlüssel zu effektiven und angenehmen Gesprächen mit deinen Mitarbeiter:innen. Du solltest den Termin auf jeden Fall rechtzeitig ankündigen und gegebenenfalls eine Einladung früh genug rausschicken. So hast du und auch dein:e Mitarbeiter:in genügend Zeit, um euch vorzubereiten. Es sollte auch schon im Vorfeld klar sein, was der Anlass beziehungsweise das Ziel für das Gespräch ist. So können beide Parteien überlegen, was sie ansprechen möchten und wie sie aus dem Gespräch herausgehen wollen. Es kann dafür auch sinnvoll sein, während des Gesprächs mitzuschreiben, um alle wichtigen Aspekte mitzunehmen.

gute Vorbereitung

#2 Offener Austausch

Starte das Gespräch mit etwas Positivem! Frage zum Beispiel nach dem letzten Teamevent oder wie dein:e Mitarbeiter:in das Wochenende verbracht hat. So geht ihr beide gelassener ins Gespräch und die Stimmung wird aufgelockert. Damit am Ende alle Gesprächspartner:innen ihre Sichtweisen teilen können, ist es wichtig, dass du keinen Monolog führst, sondern das Gespräch ein offener Austausch ist. Stelle daher aktiv Fragen nach der Zufriedenheit oder nach Veränderungswünschen deiner Mitarbeiter:innen. So fühlen sie sich gehört und wissen, dass ihre Meinung wichtig ist. Höre ihnen dabei genau zu und schreibe dir eventuell wichtige Punkte mit. Das zeigt nochmal, dass dir ihre Meinung wichtig ist und hilft dir im Nachhinein bei der Nachbereitung.

#3 Auf Ziele fokussieren

Denke während des Gesprächs an deine, zuvor festgelegten, Ziele. Sie helfen die während des Austauschs nichts wichtiges zu vergessen. Weiterhin kannst du deine:n Mitarbeiter:in fragen, welche Ziele er:sie sich stecken möchte und worin er:sie sich noch verbessern kann. Vielleicht ist der:die Mitarbeiter:in oft zu spät oder vergisst wichtige Dinge. Hier könnt ihr im gemeinsamen Austausch Lösungen entwickeln, um das Problem künftig zu vermeiden. Ihr baut so quasi einen Fahrplan, wie ihr nach dem Gespräch weiter vorgehen wollt. Das könnte in diesem Beispiel bedeuten, dass sich der Mitarbeitende feste Kalenderslots setzt, an die er oder sie sich präzise hält oder, im Falle von Vergesslichkeit, eine To Do Liste schreibt. Frage dich dabei immer, welche Tools dir dabei helfen, alles unter einen Hut zu bekommen und gib persönliche Tipps. Zum Start von diesem “Fahrplan” kann es hilfreich sein, dass du einen Blick auf Kalender, Liste und Co. hast und ggf. Tipps zur optimalen Umsetzung dieser gibst.

Auf Ziele fokussieren

#4 Beiderseitiges Feedback

Damit das Mitarbeitergespräch wirklich etwas bewirken kann, ist ein ehrliches Feedback von enormer Bedeutung. Jetzt hast du die Möglichkeit deine persönlichen Wahrnehmungen und Wünsche mit deiner:m Mitarbeiter:in zu kommunizieren. Bleibe dabei auf jeden Fall sachlich und kritisiere niemanden. Sage aber offen und ehrlich, was bisher nicht gut lief und verändert werden muss. Wenn du das Gefühl hast, der:die Mitarbeitende hat eine wichtige Aufgabe zu oberflächlich erledigt, sprich deine Wahrnehmung an und äußere im gleichen Atemzug, wie du dir das Ergebnis eher vorgestellt hättest. Vielleicht gab es einen Grund für diesen “Ausrutscher” oder dein Gegenüber hat die Aufgabenstellung nicht richtig verstanden. Frage am Ende auch, was du besser machen kannst. Vielleicht hättest du die Aufgabenstellung präziser beschreiben können oder der Mitarbeitende hätte Unterstützung von einer weiteren Person benötigt. Nachdem du ehrlich zu deinen Mitarbeitenden warst, kann dein:e Mitarbeiter:in dir hier ehrliche Rückmeldungen zu deinem Führungsstil geben. Dies wird dir helfen dich persönlich weiter zu entwickeln und zeigt dem:der Mitarbeiter:in, dass du seine:ihre Meinung schätzt.

#5 Nachbereitung

So, du hast es geschafft! War gar nicht so schlimm oder? Damit eure Ziele in Zukunft auch wirklich umgesetzt werden können, ist eine Nachbereitung unumgänglich. Frage dich: “Welche Ziele habe ich erreicht?”, “Lief das Gespräch so, wie ich es geplant habe?”, und “Was kann ich nächstes Mal noch besser machen?”. Schreibe dir deine Antworten auf, damit du beim nächsten Gespräch darauf zurückgreifen kannst. Zur Nachbereitung gehört natürlich auch, dass du dich an vereinbarte Punkte hältst. Habt ihr zum Beispiel vereinbart im regelmäßigen Austausch zu stehen? Dann gehe proaktiv auf den:die Kolleg:in zu. Unterstütze deine:n Kolleg:in auf jeden Fall bei der Umsetzung seiner:ihrer Aufgaben, aber überlasse ihm:ihr trotzdem genug Verantwortung. Schlussendlich willst du ja auch nicht seine:ihre Aufgaben übernehmen, sondern nur wissen, dass alles gut läuft.

Nachbereitung

Auch interessant