Guide: Was euch bei der Feuerwehr Grundausbildung erwartet

Drei Feuerwehrleute in der Feuerwehr Grundausbildung üben das Löschen von Bränden

Dauer, Infos & Unterschiede rund um den Grundlehrgang

Stellt euch vor, es brennt – und niemand weiß, was zu tun ist! 😱

Damit genau das nicht passiert, gibt es die Feuerwehr Grundausbildung. Die sorgt dafür, dass Feuerwehrleute im Einsatz zusammenarbeiten wie ein perfekt geöltes Schweizer Uhrwerk. Heißt: Jede:r weiß, was zu tun ist, alle Handgriffe sitzen, die Befugnisse sind klar verteilt – all das, damit ein Brand oder andere Notfallsituationen so schnell und sicher wie möglich geklärt sind.

Aber wie genau funktioniert das? Wie ist der Ablauf der Grundausbildung bei der Feuerwehr und wie viel Zeit solltet ihr für den Grundlehrgang einplanen? Und wie wird sichergestellt, dass bei der Feuerwehr Grundausbildung jede:r die nötigen Fakten, aber auch genügend Praxis bekommt?

Feuerwehr Grundausbildung: Die wichtigsten Fakten

Zunächst solltet ihr einige Basics auf dem Schirm haben: Die Feuerwehr Grundausbildung ist der allererste Teil der Feuerwehrausbildung und muss von allen Feuerwehrleuten absolviert werden. Wie so oft kommen dabei jede Menge regionale Unterschiede zum Tragen: Die gesamte Feuerwehrausbildung kann von Bundesland von Bundesland unterschiedlich organisiert sein. So können einige Elemente, die in einem Land zur Feuerwehr Grundausbildung gehören, in anderen Bundesländern erst im späteren Verlauf der Feuerwehrausbildung integriert sein.

Die Feuerwehrausbildung als solche besteht aber quasi überall aus 3 Elementen:

  1. Truppausbildung
  2. technische Ausbildung
  3. Führungsausbildung

Wichtig ist: Unter “Grundausbildung” versteht man bei der Feuerwehr immer nur den ersten Teil der Truppausbildung, deren Ziel es ist, Truppfrau bzw. Truppmann zu werden. Die genauen Bestandteile der Truppausbildung sind folgende:

  1. Truppmannausbildung bzw. Truppfrauausbildung Teil 1 (genannt Grundausbildung)
  2. Truppmannausbildung bzw. Truppfrauausbildung Teil 2
  3. Truppenführerlehrgang bzw. Truppenführerinnenlehrgang

Alle Feuerwehrleute müssen meist die Truppausbildungslehrgänge Teil 1 und Teil 2 absolvieren, um im aktiven Dienst zu sein und schließlich eine Karriere durch die verschiedenen Feuerwehr Dienstgrade hinzulegen. Natürlich gibt es Regelungen für Neulinge, so muss die Grundausbildung beispielsweise in Berlin innerhalb von 2 Jahren nach der Aufnahme in die Freiwillige Feuerwehr abgeschlossen sein.

Ziele der Grundausbildung bei der Feuerwehr

Welche Inhalte gehören aber nun zur Feuerwehr Grundausbildung dazu? Und welche genauen Ziele müsst ihr dabei erreichen? Schauen wir mal beispielhaft nach Rheinland-Pfalz. Im dortigen Portal für den Brand- und Katastrophenschutz ist der Sinn und Zweck der Feuerwehr Grundausbildung wie folgt definiert:

“Ziel der Truppmannausbildung Teil 1 ist die Befähigung zur Übernahme von grundlegenden Tätigkeiten im Lösch- und Hilfeleistungseinsatz in Truppmannfunktion unter Anleitung. Die Ausbildungsziele sind so gestaltet, dass sie aufeinander aufbauen. Damit ist gewährleistet, dass die Lehrgänge streng funktionsgebunden gestaltet werden. Unnötige Vorgriffe und Wiederholungen sind somit ausgeschlossen.”

Es geht bei der Feuerwehr Grundausbildung also um die wesentlichen Grundlagen, damit ihr beim Einsatz genau wisst, was zu tun ist. Dafür werden in Rheinland-Pfalz mindestens 70 Stunden Lehrgänge angesetzt, bestehend aus 45-minütigen Unterrichtsstunden.

Alles Weitere, darunter auch die genaue Dauer der Feuerwehr Grundausbildung, kann sich wie gesagt von Bundesland zu Bundesland und teilweise auch von Feuerwehr zu Feuerwehr unterscheiden. Wenn ihr die Truppmannausbildung bzw. Truppfrauausbildung und damit auch die Feuerwehr Grundausbildung absolviert habt, könnt ihr euch aber darauf verlassen, guten Gewissens in den aktiven Dienst starten zu können.

Feuerwehr Grundausbildung: Ablauf

In den allermeisten Fällen werdet ihr die Feuerwehr Grundausbildung nicht am Stück absolvieren, sondern in mehreren Einheiten, die quasi aus Unterrichtsstunden bestehen. Dabei wird zwischen theoretischen und praktischen Ausbildungseinheiten unterschieden.

Von der Theorie…

Als (angehende) Feuerwehrleute fühlt ihr euch vermutlich vor allem dann wohl, wenn ihr euch praktisch betätigen könnt. Damit das dann reibungslos klappt, müsst ihr aber auch bei der Feuerwehr Grundausbildung erstmal ein wenig pauken. Dafür gibt’s spezielle Bücher und Unterrichtsmaterialien, die euch in den theoretischen Ausbildungseinheiten helfen. Aber keine Sorge: Im Feuerwehr Grundlehrgang lernt ihr nur Inhalte, die ihr auch garantiert brauchen werdet. Daher werdet ihr einerseits wichtige Fakten über Brände lernen – also wie diese entstehen, sich ausbreiten und natürlich wie ihr sie löschen könnt. Dazu kommt mehr allgemeine Theorie über Feuerwehreinsätze, über euer Equipment und was ihr bei der Benutzung beachten müsst, damit zu jeder Zeit die Einsatzsicherheit gewährleistet ist.

In den allermeisten Fällen ist auch Erste Hilfe Teil der Feuerwehr Grundausbildung – immerhin ist es wichtig, dass ihr stets kompetente Ersthelfer seid. Außerdem werdet ihr lernen, wie ihr mit psychisch belastenden Einsätzen umgehen könnt und auch in gefährlichen Situationen einen kühlen Kopf bewahrt. Solche "Soft Skills" sind besonders wichtig, da die Aufgaben der Feuerwehr heute aus weit mehr bestehen, als "nur" Brände zu löschen. Immerhin solltet ihr nach der Feuerwehr Grundausbildung auch in der Lage sein, traumatisierten Menschen zur Seite zu stehen und euch mit Themen wie Unfallverhütung oder sonstiger Gefahrenprävention auskennen.

…in die Praxis

Im praktischen Teil werdet ihr ganz konkrete Unterweisungen in eure Technik erhalten und direkt üben, wie Brände sicher gelöscht werden, wie ihr euch Zugang durch eine verschlossene Tür verschafft und vieles mehr. Das ist wichtig, damit ihr eine gewisse Routine entwickelt, die euch im Einsatz dann die nötige Sicherheit geben wird. Welche genauen Übungen Teil eurer Feuerwehr Grundausbildung sein werden, wird man euch sicher bei eurer Freiwilligen Feuerwehr oder Berufsfeuerwehr verraten.

In jedem Fall gilt: Am Ende eurer Feuerwehr Grundausbildung wird das Gelernte abgefragt. Das läuft, in der Theorie, über Prüfungsfragen, die ihr natürlich richtig beantworten müsst. Meist kommt dazu noch eine praktische Überprüfung eurer neuen Skills, damit eure Kolleg:innen auch wissen, dass sie sich auf euch verlassen können.

Skills, die kleben bleiben

Was ist die wichtigste Zutat für eine bestandene Feuerwehr Grundausbildung? Na klar: begeisterte Feuerwehrleute. Doch gerade eher kleine Freiwillige Feuerwehren auf dem Land klagen immer wieder über mangelnden Nachwuchs bei der Jugendfeuerwehr – und auch der beste Feuerwehr Grundlehrgang kann nicht funktionieren, wenn niemand daran teilnehmen möchte.

Ein häufiger Grund für dieses Problem ist zum Glück einer, an dem ihr aktiv arbeiten könnt: Ihr braucht ein besseres Image. Denn wenn die Leute in eurer Gegend euch und eure Fähigkeiten kennen und schätzen, wird auch eure Jugendarbeit ein ganzes Stück leichter von der Hand gehen.

Leider gibt es nicht eine einzige Maßnahme, mit der ihr im Handumdrehen euer Image aufbessern könnt – aber dafür gibt es jede Menge Werkzeuge, die euch dabei helfen können. Einige Tipps dazu haben wir in unserem Artikel zum Thema Werbung bei der Feuerwehr gesammelt.

Ein erster Schritt in die richtige Richtung ist ein eigenes Stickeralbum – und dabei helfen wir euch gerne: Ihr wählt die passende Designvorlage und – zack – bekommen all eure Feuerwehrleute jeweils ein eigenes Stickermotiv. Die so entstandenen Kunstwerke werden 10 Wochen lang in einem Supermarkt in eurer Gegend verkauft und können dann gesammelt, getauscht und eingeklebt werden. Auf diese Weise lernen die Leute in eurer Gegend euch spielend kennen – und stoßen nicht erst dann auf eure Gesichter, wenn das Dach in Flammen steht… 🔥

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