FAQ: Was ist eigentlich eine Feuerwehr Gruppe?

Mehrere Mitglieder einer Feuerwehr Gruppe bei einem Einsatz, bei zweien ist auf der Uniform auf dem Rücken der Schriftzug "Gruppenführer" zu lesen.

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Damit Feuerwehrleute im Notfall genau wissen, was sie zu tun haben, muss jeder Feuerwehreinsatz genau organisiert sein. Dafür sorgen festgelegte Feuerwehr Dienstgrade, aber auch die genaue Strukturierung von Einsätzen. Und diese wäre quasi undenkbar ohne die taktische Grundeinheit schlechthin, sowohl bei der Berufsfeuerwehr als auch bei der ehrenamtlichen Freiwilligen Feuerwehr: Die Rede ist von der Feuerwehr Gruppe.

Aber um was genau handelt es sich bei einer Feuerwehr Gruppe? Wer oder was gehört dazu? Und wie wird auf diese Weise dafür gesorgt, dass beim Einsatz alles rund läuft? Wir erklären’s euch in diesem Artikel!

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Was genau ist eine Feuerwehr Gruppe?

Die wohl wichtigste taktische Einheit bei jedem Einsatz ist die Feuerwehr Gruppe. Diese besteht immer aus der “Mannschaft” (was natürlich auch weibliche Kameradinnen einschließt) und deren Einsatzmitteln – also aus einer Einheit aus Feuerwehrleuten, dem Einsatzfahrzeug und den benötigten Materialien.

Wie setzt sich eine Feuerwehr Gruppe zusammen?

Die Zusammensetzung einer Feuerwehr Gruppe folgt festen Regeln. Meist sind dabei die folgenden Rollen involviert:

  • Gruppenführer:in
  • Maschinist:in
  • Melder:in
  • Angriffstrupp
  • Wassertrupp
  • Schlauchtrupp

Während die Positionen von Gruppenführer:in, Maschinist:in und Melder:in mit einer einzigen Person besetzt werden können, bestehen Angriffs-, Wasser- und Schlauchtrupp meist aus zwei Kamerad:innen, sodass pro Gruppe am Ende 9 Einsatzkräfte beteiligt sind. 

Je nachdem, ob es sich um einen Einsatz zur Brandbekämpfung oder zur (technischen) Hilfeleistung handelt, sind die Aufgaben und teils auch die Aufstellung der beteiligten Akteur:innen leicht verschieden. Falls nicht alle Rollen vollständig besetzt werden können, können einige davon auch wegfallen – diese Feuerwehr Einheit mit geringerer Gruppenstärke wird dann als Staffel bezeichnet. Die Gesamtheit aus den bei einem Einsatz beteiligten Gruppen und weiterem Personal ist hingegen der Feuerwehr Zug.

Einen wunderbaren Überblick zu den verschiedenen Einsatzszenarien und den damit verbundenen Sitzordnungen gibt’s übrigens in diesem Video von den Staatlichen Feuerwehrschulen Bayern:

Welche Aufgaben müssen die einzelnen Teile einer Feuerwehr Gruppe übernehmen?

Jede der beschriebenen Rollen innerhalb einer Feuerwehr Gruppe ist mit festen Aufgaben verknüpft:

  • Die oder der Gruppenführer:in (oder Gruppenleiter:in) übernimmt die Leitung der Feuerwehr Gruppe und koordiniert den Einsatz. In dieser Funktion muss man auch für die Sicherheit der Gruppe sorgen.
  • Die oder der Maschinist:in steuert die meisten technischen Geräte, die für den Einsatz nötig sind. Dazu gehört das Einsatzfahrzeug und die darin mitgeführten Geräte wie Pumpen, Winden oder Aggregate. Zu den weiteren Aufgaben gehören die Absicherung des Einsatzortes sowie das Melden von etwaigen technischen Problemen mit den Einsatzgeräten.
  • Als Melder:in übernimmt man die verschiedensten Aufgaben. Dazu gehört die Übertragung von Informationen zwischen den Gruppenmitgliedern und die Unterstützung der Gruppenführung bei der Lagefeststellung oder bei der weiteren Vorbereitung des Einsatzes. Gegebenenfalls müssen Melder:innen auch Verletzte versorgen oder, je nach Bedarf, andere wichtige Aufgaben ausführen. 
  • Beim Angriffstrupp bedeutet “Angriff” eher so viel wie “Rettung”. Heißt: Der Angriffstrupp ist dort zu finden, wo man Atemschutzgeräte benötigt. Der Angriffstrupp gehört daher meist zu den ersten Helfer:innen, die auf Verletzte treffen und muss diese versorgen, bis spezialisierte Rettungskräfte eintreffen. Der Angriffsgruppe ist damit quasi die Speerspitze am unmittelbaren Ort der Gefahr.
  • Der Wassertrupp kümmert sich wenig überraschend nicht um kühle Drinks, sondern, beim Löscheinsatz, um die Wasserversorgung von der Wasserentnahmestelle über das Löschfahrzeug bis zum Verteiler. Über diesen wird dann das Wasser für den unmittelbaren Löscheinsatz bereitgestellt. Bei Hilfeleistungseinsätzen übernimmt der Wassertrupp Aufgaben der Sicherung der Gefahrenzone. Wenn die Wasserversorgung bzw. die Absicherung gewährleistet ist, kann der Wassertrupp auch für andere Aufgaben eingesetzt werden. Wer hier mitmacht, ist also ein integraler Teil der taktischen Einheit und muss auch viele technische Skills sicher beherrschen.
  • Der Schlauchtrupp stellt bei Löscheinsätzen sicher, dass die Wasserversorgung zwischen Verteiler und den Strahlrohren steht. Für Noobs: Strahlrohre (heute meist Mehrzweckstrahlrohre) sind quasi die Armaturen bei der Feuerwehr, die per Druckschlauch mit dem Verteiler verbunden werden und das Löschmittel versprühen – meist Wasser oder eine Mischung aus Wasser und Löschschaum. Bei anderen Einsätzen bereitet der Schlauchtrupp die Geräte und Aggregate vor, die benötigt werden, um Hilfe zu leisten. Falls nötig, leistet der Schlauchtrupp auch Support für Angriffstrupp oder Wassertrupp oder hilft bei wichtigen Sicherungsmaßnahmen. 

Bei der taktischen Einheit der Feuerwehr Gruppe gibt es also einerseits fest verteilte Aufgaben, andererseits aber auch ein gewisses Maß an Flexibilität, um auch in den anspruchsvollsten Situationen helfen zu können. Wichtig ist: Wie so oft ist die Gruppe mehr als die Summe ihrer Mitglieder. Denn ein Einsatz ist nur dann erfolgreich, wenn die beteiligten Kamerad:innen eingespielt und Hand in Hand zusammenarbeiten, quasi wie eine perfekt geölte Maschine.

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